5 BB pro Stunde in einem swingigen Spiel: jeder fünfte Verlauf nach 1.000 Stunden im Minus

Die Einstellungen: eine Winrate von 5 BB pro Stunde, eine Standardabweichung von 200 BB pro Stunde (die Vorgabe „Sehr hoch“) und 1.000 Stunden. Das erwartete Ergebnis liegt bei +5.000 BB, trotzdem enden 21,5 % der simulierten Verläufe unter null. Schlecht gespielt wurde in keinem davon: Bei so viel Varianz sind 1.000 Stunden einfach eine zu kleine Stichprobe.
Ein typischer Downswing: über 5.000 Big Blinds

Mit denselben Einstellungen liegt die typische schlechteste Phase bei -5.367 BB, also mehr als 50 Buy-ins zu je 100 BB. Die pechvollsten 5 % der Verläufe erleben -10.301 BB oder schlechter. Mit einer Bankroll von 30 Buy-ins reicht schon ein ganz normaler Downswing, um Sie aus dem Spiel zu werfen.
Um zu 95 % sicher zu sein, dass Sie ein Gewinner sind: etwa 6.000 Stunden

Der Simulator kommt auf etwa 6.150 Stunden. Bei 20 Stunden pro Woche sind das ungefähr sechs Jahre. Bis dahin sagt Ihre Ergebniskurve mehr über Glück als über Können aus.
20 % ROI, Felder mit 1.000 Spielern: jeder dritte nach 500 Turnieren im Minus

Das erwartete Ergebnis liegt bei +100 Buy-ins, doch 33,2 % der Verläufe sind nach 500 Turnieren noch im Minus. Turniergewinne kommen aus wenigen tiefen Runs, deshalb sind die Swings viel größer als im Cash Game.

Bei einer Cash-Quote von 18 % sind 24 Turniere in Folge ohne Cash normal, und bei den pechvollsten 5 % sind es 37 oder mehr. Wenn Sie das nächste Mal eine lange Durststrecke haben, zweifeln Sie nicht gleich an sich selbst.
Was diese Zahlen bedeuten
Kurzfristige Ergebnisse sagen sehr wenig darüber aus, wie gut Sie spielen. Statt auf die Kurve des letzten Monats zu starren, konzentrieren Sie sich auf die Qualität Ihrer Entscheidungen, halten Sie eine Bankroll, die einen Downswing verkraftet, und ziehen Sie erst nach einer großen Stichprobe Schlüsse. Winrate und Varianz sind bei jedem Spieler anders, deshalb erfahren Sie Ihre eigenen Zahlen am besten, indem Sie sie selbst berechnen.
